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Mit dem Wechsel von Prof. Boris Schröder an die TU Braunschweig am 01.08.2013 wird das Fachgebiet Landschaftsökologie der TU München, WZW Weihenstephan aufgelöst

 

 

Im Zentrum unserer Forschung stehen die Reaktionen von Pflanzen- und Tierarten, Gemeinschaften sowie abiotischen Prozessen auf natürliche und anthro­pogene Umwelt­veränderungen sowie die Entwicklung von Instrumenten für den Schutz und ein nachhaltiges Manage­ment von Landschaften und Ökosystemfunk­ti­onen. Allgemein geht es dabei um das Verständnis der Bezie­h­un­gen zwischen raum­­zeitlichen Mustern, den ihnen zugrunde liegenden (geo-)öko­lo­gi­schen Prozessen und den damit verbundenen Öko­system­funktionen und -dienstleistungen. Wichtig­stes Werkzeug hierbei ist die Modellierung.

 

Unsere Modelle ...

 

um­fassen ein breites Spektrum von

  1. phänomenologischen, stati­stischen Modellen zur Beschreibung der Verbreitungs­muster auf multiplen räumlichen Skalen (Verbreitungsmodelle, Habiatmodelle, species distribution models, environmental niche models) über

  2. pro­zess­­basierte, mecha­ni­sti­sche Modelle zur Abbildung der räum­lichen Populations- und Aus­brei­­tungs­­dynamik von Organismen, aber auch der Dyna­mik wich­ti­ger abiotischer Bedin­gun­gen wie z.B. des Wasser­haus­halts, bis hin zu

  3. integrierten Land­­schafts-/Öko­system­­modellen, in denen abioti­sche und bioti­sche Modelle gekoppelt sind.

 

Letztere erlauben es, Wechsel­­wirkungen und Rück­kopp­­lungen zwischen Abiotik und Biotik zu model­lieren.

 

Wir benutzen die Modelle, um z.B.

  • die skalenabhängigen Habitatfaktoren zu identifizieren, welche die Verbreitungsmuster von Organismen erklären,

  • den Einfluss von Klima- und Landnutzungswandel sowie Landschafts­manage­ment auf Verbreitungsmuster von Tier- und Pflanzenarten und die damit verbundenen Änderungen von Ökosystem­funktionen und -dienstleistungen zu quantifi­zieren,

  • geeignete Managementmaßnahmen zum Schutz gefährdeter Arten vorzuschlagen,

  • die räumliche Verbreitung von Bodeneigenschaften vorherzusagen (Bodenlandschafts­model­lierung, soil landscape modelling, digital soil mapping),

  • die Verbreitung von Pathogenen, ihren Wirten und von Infek­tions­­risiken in Abhängigkeit von abiotischen und biotischen Faktoren zu unter­­suchen,

  • die Zusammen­hänge von Landnutzungsmaßnahmen, Biodiversität und raumzeitlichen Bewegungs­mustern von Organismen sowie Stoffflüssen in Agrarlandschaften zu analysieren,

  • die Interaktionen zwischen Öko­system­ingenieuren und Wasser- und Stoff­transport in land­wirt­schaft­lich ge­nutzten Einzugs­gebieten zu verstehen, oder

  • die Zusammen­hänge zwischen der Dynamik und Diversität von Berg­regen­wäldern sowie Hang­rutschen in Abhän­gig­­keit von abioti­schen und biotischen Umwelt­faktoren in Ecu­a­dor zu ver­stehen,

  • die Trade-offs verschiedener Ökosystemdienstleistungen für Landnutzungsszenarien an der Nord- und Ostseeküste im Angesicht des prognostizierten Meeresspiegelanstiegs zu bewerten.

 

Zentrale Forschungsgebiete sind dabei: