Herzlich Willkommen auf den Internetseiten des Fachgebiets Landschaftsökologie der TU München, WZW Weihenstephan
Im Zentrum unserer Forschung stehen die Reaktionen von Pflanzen- und Tierarten, Gemeinschaften sowie abiotischen Prozessen auf natürliche und anthropogene Umweltveränderungen sowie die Entwicklung von Instrumenten für den Schutz und ein nachhaltiges Management von Landschaften und Ökosystemfunktionen. Allgemein geht es dabei um das Verständnis der Beziehungen zwischen raumzeitlichen Mustern, den ihnen zugrunde liegenden (geo-)ökologischen Prozessen und den damit verbundenen Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen. Wichtigstes Werkzeug hierbei ist die Modellierung.
Unsere Modelle ...
umfassen ein breites Spektrum von
phänomenologischen, statistischen Modellen zur Beschreibung der Verbreitungsmuster auf multiplen räumlichen Skalen (Verbreitungsmodelle, Habiatmodelle, species distribution models, environmental niche models) über
prozessbasierte, mechanistische Modelle zur Abbildung der räumlichen Populations- und Ausbreitungsdynamik von Organismen, aber auch der Dynamik wichtiger abiotischer Bedingungen wie z.B. des Wasserhaushalts, bis hin zu
integrierten Landschafts-/Ökosystemmodellen, in denen abiotische und biotische Modelle gekoppelt sind.
Letztere erlauben es, Wechselwirkungen und Rückkopplungen zwischen Abiotik und Biotik zu modellieren.
Wir benutzen die Modelle, um z.B.
die skalenabhängigen Habitatfaktoren zu identifizieren, welche die Verbreitungsmuster von Organismen erklären,
den Einfluss von Klima- und Landnutzungswandel sowie Landschaftsmanagement auf Verbreitungsmuster von Tier- und Pflanzenarten und die damit verbundenen Änderungen von Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen zu quantifizieren,
geeignete Managementmaßnahmen zum Schutz gefährdeter Arten vorzuschlagen,
die räumliche Verbreitung von Bodeneigenschaften vorherzusagen (Bodenlandschaftsmodellierung, soil landscape modelling, digital soil mapping),
die Verbreitung von Pathogenen, ihren Wirten und von Infektionsrisiken in Abhängigkeit von abiotischen und biotischen Faktoren zu untersuchen,
die Zusammenhänge von Landnutzungsmaßnahmen, Biodiversität und raumzeitlichen Bewegungsmustern von Organismen sowie Stoffflüssen in Agrarlandschaften zu analysieren,
die Interaktionen zwischen Ökosystemingenieuren und Wasser- und Stofftransport in landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten zu verstehen, oder
die Zusammenhänge zwischen der Dynamik und Diversität von Bergregenwäldern sowie Hangrutschen in Abhängigkeit von abiotischen und biotischen Umweltfaktoren in Ecuador zu verstehen,
die Trade-offs verschiedener Ökosystemdienstleistungen für Landnutzungsszenarien an der Nord- und Ostseeküste im Angesicht des prognostizierten Meeresspiegelanstiegs zu bewerten.




